Beiboote - Definition und Einsetzung

Das Beiboot - schon der Name selbst verweist auf seinen Nutzen und auf seine Funktion. Das ist ein Wasserfahrzeug, das bei einem anderen und meistens größeren Schiff fährt bzw. mitgeführt wird. Das Beiboot soll bei den Notfallsituationen Hilfe leisten und eine Brücke zwischen Land und Schiff oder zwischen zwei Schiffen schlagen.

Geschichte und Entwicklung der Beiboote

Beiboot von einem SchiffIn den Zeiten kriegerischer Segelschifffahrten machten Beiboote die Basisausstattung jedes Kriegsschiffes. Den ersten Platz in der Beiboots-Range nahm Barkasse ein, die als 12 Meter langes Beiboot mit 4 bis 16 Riemen sowie mit Rahsegel oder Gaffsegel versehen war. Mit ihrer Hilfe wurde Trinkwasser herbeigeholt oder eine Landung gemacht. Moderne Barkassen sind als Motorboote konzipiert, die für Personentransport und für Hafenrundfahrten in Hamburg eingesetzt werden. Somit komponieren sie sich perfekt in das Hamburger Hafenbild hinein. Das zweitgrößte Beiboot auf englischen Kriegssegelschiffen war die sogenannte Pinasse, heute auch Schaluppe genannt. Die drittgrößten Beiboote auf Kriegsschiffen waren Kutter, deren Lange von 7 bis 10 m erreichte. Trotzt ihrer mittleren Größe zeichneten sie sich durch eine große Kapazität und außergewöhnliche Seefähigkeit, sodass sie die verantwortungsvolle Rolle der Rettungsboote erfüllten. Die Kutter der Gegenwart heben ihre ursprüngliche, schnittige Form erhalten. Zu den Beibooten werden auch Gigs hinzugezählt, die auch durch Kriegsschiffe mitgeführt wurden. Als schlanke Ruderboote mit der Länge von 6 bis 8 m waren sie nur für den Kapitän und Kommandanten bestimmt.

Beiboote bei Segel- und Motoryachtens

Beiboot - SchiffsbootDen Gebrauchsnutzen von Beibooten wissen auch die zeitgenössischen Besitzer von Segel- und Motoryachten zu schätzen. Meistens verlassen sie sich auf Dingis oder Tender, die sich als zuverlässige Begleiter im Alltag erweisen. Moderne Beiboote dienen nämlich als Wassertaxi zum nächsten Hafen oder zur Promenade und lassen schnell jeden Mangel ergänzen. Im Unterschied zu ihren hölzernen Vorläufern aus den Zeiten kriegerischer Schiffsfahrten sind sie in Schlauchbauweise mit Luftboden oder Holzlattenboden gefertigt. Besonders haltbar sind aber die Schlauchboote mit GFK-Festrumpf, die sich jeden Freiraum für Spaß und Komfort erkämpfen lässt.